18 juin 2011
ZDF/3sat
Claudia Schmid
DIE STILLE DER UNSCHULD - DER FILM ÜBER GOTTFRIED HELNWEIN IM FERNSEHEN (ZDF/3sat)
Laufzeit: 116 Min. Regie: Claudia Schmid
18. Juni, 21:15 Uhr
"Die Stille der Unschuld - Der Künstler Gottfried Helnwein"
Claudia Schmid, Deutschland 2009, 116 Min. Eine BilderSturm FilmproduKtion in Koproduktion mit dem Westdeutschen Rundfunk
Hyperrealistische Darstellungen verletzter, missbrauchter Kinder. Appelle gegen das kollektive Verdrängen. Ein Spiel mit Gegensätzen: Unschuld und Schrecken, Ohnmacht und Gewalt, Schönheit und Leid. Mit seiner »Schockästhetik« provoziert der österreichische Maler und Fotokünstler Gottfried Helnwein seit über 30 Jahren. Das Portrait eines Unbequemen. Filmemacherin Claudia Schmid hat Gottfried Helnwein zwei Jahre lang begleitet und ihn in verschiedenen Schaffensprozessen in seinem Schloss in Irland und in seinem Atelier in Los Angeles beobachtet. Dabei gibt der Film einen sensiblen Einblick in die Intensität des künstlerischen Prozesses und in Helnweins persönliches Umfeld. In der Verbindung von filmischer Beobachtung und Gesprächen über Kunst, Politik und Gesellschaft entstand ein dichtes Portrait über einen kompromisslosen künstlerischen Provokateur.
at the studio
2010
"Es ist nicht mein Bild, vor dem sich die Leute fürchten, sondern es sind ihre eigene Bilder in ihren Köpfen. Meine Arbeiten sprechen offensichtlich etwas an, das im Unterbewusstsein des Betrachters schon vorhanden ist. Wenn es mir gelingt, den Finger manchmal an die richtige Stelle zu legen, habe ich das Gefühl, meine Arbeit hat einen Sinn. Und der Tag, an dem mich die gesamte Spießergesellschaft umarmen würde, wäre der Tag, an dem ich meine künstlerische Arbeit beenden würde. Dann wüsste ich, ich habe etwas falsch gemacht."


Gottfried Helnwein
The Disasters of War , detail
oil and acrylic on canvas, 2007
"Well, the world is a haunted house, and Helnwein at times is our tour guide through it.
I think in anything that is really relevant and emotional art, there is some kind of a mirror that people experience. I don't think that you can recognize a feeling from something that you look at unless it's part of yourself, and so when someone is willing to take on the sadness, the irony, the ugliness and the beauty in the kind of way that Gottfried does. As an artist my strongest reaction to Helnwein's work is that it challenges me to be better at what I do. There are very few people that achieve utter excellence in what they do. And I think that Gottfried Helnwein is certainly one of those people."


Sean Penn
at the studio
2010
"Als Künstler muss man in die Einsamkeit gehen innerlich. Das heißt, man muss irgendwann diese Konventionen überwinden und seine eigenen Schritte machen. Es gibt keinen Ausweg und daher wird der Künstler immer bis zu einem gewissen Maße Gegenspieler der Gesellschaft sein. Er wird immer suspekt sein, er wird immer am Rande zur Illegalität oder zumindest zur Peinlichkeit sein. Das lässt sich gar nicht vermeiden und da der Künstler mit seiner Arbeit ja diese Gesellschaft, die Zeit, die Ängste, die Sehnsüchte, den Wahnsinn, den Schwachsinn reflektiert, muss er mit einem Bein trotzdem mitten in der Gesellschaft stehen und dieser Seiltanz, dieser Balanceakt zwischen außerhalb der Gesellschaft sein, in seinem eigenen Universum, und doch bis zu einem gewissen Grad auch in der Gesellschaft, das ist die große Schwierigkeit jeder Künstlerexistenz."


Gottfried Helnwein, "Helnwein - Die Stille der Unschuld"
at the studio
2010
Filming for the documentary "Helnwein - The Silence of Innocence"
2008
Filming for the documentary "Helnwein - The Silence of Innocence"
2008
The Last Child
2008, Installation in the City of Waterford, Ireland
CREDITS
WRITTEN & DIRECTED BY - CLAUDIA SCHMID
CAMERA - SUSU GRUNENBERG
SOUND - JENS KRäHNKE
EDITING - KAWE VAKIL
SOUND MIXING - CHRISTOF GLADE
COLOUR CORRECTION - DANY SCHELBY
SUBTITLES - RALPH SIKAU, PARABOL PICTURES
PRODUCTION MANAGER - MONIKA MACK
PRODUCER - BIRGIT SCHULz
COMMISSIONING EDITOR - REINHARD WULF
Eine BilderSturm FilmproduKtion in Koproduktion mit dem Westdeutschen Rundfunk,
COLOUR, PAL, 16:9, 116 MIN.
©2009




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